ÖVP

Die ÖVP ist eine der beiden großen Volkparteien in Österreich. Die Abkürzung „ÖVP“ steht für „Österreichische Volkspartei“. Ihr Selbstbild definiert sie über Ideen des Liberalismus, des Konservatismus und der christlichen Soziallehre. Sie bekennt sich zum Parlament und der Österreichischen Nation und vertritt demokratische Werte. Sie wuchs aus der Christlichsozialen Partei heraus, welche die oben genannten Werte ablehnte.

Werdegang der ÖVP

1945 kam es zur Gründung der ÖVP durch Leopold Kunschak, Felix Hurdes, Hans Pernter, Lois Weinberger, Julis Raab und Leopold Figl. Die ÖVP sollte als konservative, patriotische und soziale Partei breite Schichten der Bevölkerung ansprechen. Eine Konfessionszugehörigkeit als Voraussetzung für eine Mitarbeit wurde abgelehnt, ebenso die Politisierung des Glaubens und diverse Ständestaatstheorien.

In den Jahren 1966 bis 1970 wurde die ÖVP so stark, dass sie die absolute Mehrheit im Parlament erhielt und damit alleine regieren konnte. Von ihrer Gründung bis in das Jahr 1970 konnte die ÖVP ihre politische Stärke deutlich machen.
Mit dem Beginn der 70er Jahre verlor die ÖVP aber immer mehr an Einfluss und wurde zu 17 Jahren Oppositionsarbeit verpflichtet, denn bei keiner Wahl gelang ihr ein entscheidender Sieg.

Diese Parteikrise wurde erst unter Alois Mock sachgemäß bearbeitet. Er leitete einige grundlegende Parteireformen ein und schaffte es so, die ÖVP aus ihrer Krise zu befreien. Vor allem wirtschaftsorientierte Reformen sollten die Wähler anziehen. 1986 gewann Kurt Waldheim, Kandidat der ÖVP, die Wahlen zum Bundespräsidenten.
1987 wurde die ÖVP an der Regierung beteiligt und wurde als Partner in die große Koalition der SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs) aufgenommen. Die gemeinsame europaorientierte Politik brachte es mit sich, dass Österreich 1995 der EU beitreten konnte. Von da an zeigte sich die ÖVP als „Europa-Partei“ und hoffte so auf mehr Wähler. Diese Hoffnung blieb aber ohne Ergebnis.

Eine weitere große Koalition im Jahre 1997 war die Folge.Im Jahr 2000 bildeten die ÖVP und die FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) eine Regierungskoalition, welche später zwischen der ÖVP und einem Teil der FPÖ (es kam zu einer Parteispaltung) aufrechtgehalten werden konnte.
2005 folgte wieder eine große Koalition zwischen ÖVP und SPÖ.

Grundsätze
Die ÖVP definiert sich als christdemokratische Partei, liberale Rechtsstaatspartei, Partei der sozialen Marktwirtschaft, als Österreichpartei in Europa und als Volkspartei. Im Vordergrund stehen die Ideen „Freiheit“, „Verantwortung“, „Leistung“, „Sicherheit“ und „Subsidiarität“.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>